Brüssel-Japan im Direktflug

Die japanische Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA) wird ab Herbst eine direkte Verbindung zwischen dem Brüsseler Flughafen Zaventem und Tokio auf den Flugplan setzen. Das hat die Fluggesellschaft am Montag bekannt gegeben.
AP2013

Die Flüge werden vom Brüsseler Flughafen und dem internationalen Flughafen Narita aus durchgeführt. Die japanische Gesellschaft wird damit von den beiden Flughäfen in Tokio, Narita und Haneda, Direktverbidungen zu sechs europäischen Städten unterhalten: Frankfurt, München, Düsseldorf, London, Paris und Brüssel.

Das genaue Datum des ersten Fluges, die Häufigkeit und der Flugzeugtyp, der für die Direktflüge vorgesehen ist, werden später mitgeteilt. Hierfür müssten erst noch die entsprechenden Autoritäten kontaktiert werden, heißt es.

"Wir hoffen, dass wir zur Verstärkung der Verbindung zwischen Japan und Belgien beitragen und damit neue wirtschaftliche Möglichkeiten für die Zukunft fördern können", betonte der Präsident und CEO von ANA, Osamu Shinobe.

Der Brüsseler Flughafen kann mit diesem neuen Angebot eine Lücke füllen. Davon ist der CEO des Flughafens, Arnaud Feist, überzeugt.

"Gut, um japanische Investitionen anzuziehen"

Arbeitsminister Kris Peeters ist hoch erfreut über die Entscheidung der japanischen Gesellschaft. Er rechnet mit wichtigen positiven wirtschaftlichen Auswirkungen für Belgien und für Japan.

"Das ist ein zusätzlicher Hebel, um japanische Investitionen anzuziehen, etwas, was die Regionen bei der Werbung um Betriebe anbringen können", so der Vizepremier gegenüber der Presseagentur Belga.

Bei ihrer Handelsreise nach Japan Mitte Mai hatten Premier Charles Michel und Arbeitsminister Kris Peeters noch ein ausführliches Gespräch mit ANA. Die Gesellschaft hatte versprochen, eine Entscheidung über eine Direktverbindung zu treffen. Damit, dass die definitive Entscheidung so schnell getroffen werden würde, hatte Peeters wohl nicht gerechnet. Er zeigte sich am Montag besonders erfreut darüber.

"Bis 2001 betrieb Sabena vier Flüge pro Woche auf dieser Strecke. Dass hier jetzt eine Fortsetzung erfolgt, sind hervorragende Nachrichten", so Peeters. "Das wird die Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Wirtschaften nach 150 Jahren Handelsbeziehungen weiter verstärken und ist sicher gut für unser Investitionsklima."