Lebenszufriedenheit der Belgier über EU-Durchschnitt

Am heutigen Montag hat das EU-Statistikamt Eurostat erstmals einen Bericht zu objektiven Indikatoren und subjektiven Bewertungen der Lebenssituation der Menschen in den Mitgliedstaaten veröffentlicht. Auf einer Skala von 0 bis 10 lag die Lebenszufriedenheit der Europäer 2013 bei 7,1. Die der Belgier lag bei 7,6 und überstieg damit die der Europäer.

Am besten bewerteten die Belgier laut Eurostat-Bericht ihre Zufriedenheit mit den Wohnverhältnissen (7,8). Fast alle anderen EU-Mitgliedstaaten bewerteten hingegen ihre Zufriedenheit mit den persönlichen Beziehungen am höchsten.

Insgesamt waren die Belgier 2013 ganz zufrieden mit ihrem Leben. Sie stuften diesen Aspekt auf einer Skala von 0 bis 10 mit 7,6, also im oberen Bereich, ein. Am schlechtesten halten die Belgier wohl ihre finanzielle Situation (6,9). Die Deutschen bewerten ihre finanzielle Situation gar nur mit 6,3.  Viele europäische Länder waren übrigens auch mit ihrer Zeitverwendung nicht besonders zufrieden.

In der Veröffentlichung des Eurostat-Berichts werden "erstmals objektive Indikatoren mit subjektiven Bewertungen der Situation der Menschen in den EU-Mitgliedstaaten verknüpft", heißt es in einer Pressemitteilung von Eurostat am Montag.

„Ziel ist es, die Aspekte zu beleuchten, die sich auf die Lebensqualität auswirken könnten – vom Bildungsstand über den Erwerbsstatus und Gesundheitszustand bis hin zur familiären und finanziellen Situation“, erklärt Walter Radermacher, Generaldirektor von Eurostat dazu im Vorwort der Veröffentlichung des Berichts.

Herkömmlicherweise werden bei amtlichen Statistiken wirtschaftliche und soziale Entwicklungen anhand von Indikatoren wie dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) dargestellt. Inzwischen ist man sich jedoch darüber einig, dass mit dem BIP alleine nicht beurteilt werden kann, wie gut oder wie schlecht es den Menschen geht. Die Lebensqualität sei deshalb ein weiter gefasstes Konzept, heißt es.

Bewertungen erhielten die Aspekte persönliche Beziehungen,  Wohnverhältnisse, Fahrtzeit zum Arbeitsplatz, Lebensumfeld, Grün- und Erholungsflächen, Arbeitsplatz, Zeitverwendung, finanzielle Situation und schließlich Lebenszufriedenheit insgesamt.