Antwerpen: Säugling in der Babyklappe abgelegt

Wie jetzt erst bekannt wurde, ist im vergangenen Monat April ein Säugling in der Antwerpener Babyklappe angelegt worden. Das Kind, ein gesundes Mädchen, hat Aufnahme bei einer Pflegefamilie gefunden. Damit wurden seit Bestehen dieser Babyklappe, die im Jahr 2000 eingerichtet wurde, bereits acht Säuglinge in die Obhut der öffentlichen Hand in der Scheldestadt gegeben.

Fons Duchateau, der Vorsitzende des Antwerpener Sozialamtes, gab an, dass Kleinkind sei bei bester Gesundheit in die Babyklappe gelegt worden. Die Geburt des Mädchens sei allerdings wohl ohne medizinischen Beistand zustande gekommen:

„Wir schätzen, dass das Kind in dem Augenblick, als es in die Klappe gelegt wurde, noch keinen ganzen Tag alt war. Es ist ein weißes Kind, wie wir das offiziell nennen, hat kaukasische Züge und war bei bester Gesundheit. An der improvisierten Trennung und Abbindung der Nabelschnur konnte man erkennen, dass das Kind ohne medizinischen Beistand zur Welt kam. Genau, wie beim letzten Findelkind, wenden wir jetzt auch wieder einen Arbeitsnamen an, um die Anonymität des Kindes garantieren zu können und der lauter auf Louise-Marie.“

Ende des vergangenen Jahres war auch wieder ein Neugeborenes in die Antwerpener Babyklappe abgelegt worden. Damals war es ein kleiner Junge. Damit sind nun schon acht Säuglinge in die Babyklappe der Vereinigung „Mütter für Mütter“ in der Scheldemetropole abgelegt worden. Diese Einrichtung besteht seit 15 Jahren.

Eltern können sich noch melden

Die Eltern dieser Kinder haben ein halbes Jahr Zeit, sich beim Antwerpener Sozialamt noch zu melden. Danach können diese Kinder zur Adoption freigegeben werden. Doch auch danach wird den Eltern eingeräumt, sich zu identifizieren und Kontakt zu den Adoptiveltern aufzunehmen.