Es stinkt zum Himmel: Gents Müllmänner streiken

In der ostflämischen Provinzhauptstadt Gent streiken seit rund einer Woche die Müllmänner. In der eigentlich recht sauberen Kulturstadt stapelt sich der Müll und dass sogar bis hinein in die historische Altstadt. Die Verhandlungen zwischen den Müllmännern und der Abfallgesellschaft IVAGO sind allerdings festgefahren. Schon jetzt kümmern sich zwangsverpflichtete Müllmänner um das Nötigste.

Gents Bürgermeister Daniêl Termont von den flämischen Sozialisten SP.A rauft sich die wenigen Haare, die er noch hat. In seiner Stadt stinkt es zum Himmel, denn seit rund einer Woche streiken die Müllmänner. Sie legten ihre Arbeit nieder, als ihr Arbeitgeber, die regionale Abfallgesellschaft IVAGO, einen ihrer Kollegen nach einer schlechten Bewertung entlassen hatte.

Ihr Vorwurf: Das Bewertungssystem für die Mitarbeiter der Gesellschaft ist schlecht und braucht eine Überarbeitung und beim IVAGO-Management herrsche Misswirtschaft, die erst zu solch dramatischen Situationen führe.

Derweil geht Bürgermeister Termont vom Schlimmsten aus. Am Wochenende hatte er schon 40 Genter Müllmänner zwangsverpflichtet, um den dringendsten aus dem touristischen Stadtzentrum entfernen zu können. Doch angesichts der bald ansteigenden Temperaturen, die in den kommenden Tagen sommerlich heiß werden können, befürchtet Termont den Ausbruch von Krankheiten durch Bakterien. Er drängt daher auf eine Einigung im Sozialkonflikt bei IVAGO.

Ein seit Montag vermittelnder Schlichter konnte allerdings bisher noch nicht viel ausrichten. Am Dienstag gaben die streikenden Müllmänner von Gent gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion zu erkennen, dass sie sofort wieder an die Arbeit gehen würden, wenn ihnen von Seiten ihres Arbeitgebers der nötige Respekt entgegengebracht werde. Das sieht nicht unbedingt nach einer baldigen Lösung des Genter Müllproblems aus.