Kaum Wartung: Hasselts Justizpalast bald dicht?

Der Vorsitzende des Hasselter Gerichts hat damit gedroht, den Justizpalast der Hauptstadt der Provinz Limburg zu schließen. Der Grund für diese Erwägung liegt in der Tatsache, dass seit Eröffnung dieses architektonischen Prachtbaus (Foto) noch kein Vertrag zum Unterhalt des Gebäudes geschlossen wurde. Klartext: Dort wird schlicht und einfach nicht geputzt.

Tony Heeren, der Hasselter Gerichtpräsident, hat damit gedroht, den dortigen Justizpalast zu schließen, falls nicht binnen zwei Wochen ein Unternehmen gefunden wird, dass sich um den Unterhalt des Gebäudes, sprich um die Sauberkeit und um die Wartung der technischen Ausrüstung kümmert.

Heeren hat dem belgischen Justizminister Koen Geens (CD&V - Foto) Unterlassung vorgeworfen, weil selbst anderthalb Jahre nach Eröffnung des Justizpalastes (in der Nähe des Hasselter Bahnhofs), noch keine Firma bereit steht, dass sich um die Raumpflege oder um Hausmeisterarbeiten kümmert. Dies, so der Gerichtspräsident gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion, bringe mittlerweile das Wohlbefinden des dortigen Personals in Gefahr:

„Ich bin mittlerweile sauer. Eigentlich kann mir egal sein, ob die Fenster gewaschen werden oder nicht. Das bringt die Gesundheit und die Sicherheit der Mitarbeiter nicht unbedingt in Gefahr. Also von daher, macht das oder macht man das nicht. Dass aber die technischen Installationen des Gebäudes, die rund um die Uhr unterhalten werden müssen, nicht gewartet werden, erbost mich. Wenn wir dazu von Brüssel keine Unterstützung erwarten können, dann können wir die Verantwortung nicht länger tragen.“

"Wir tun was wir können"

Der atmosphärische Zustand des Justizpalastes - Licht, Frischluft oder ähnliches - sei von der Wartung der technischen Einrichtung abhängig, so Tony Heeren. Diese Anlagen müssen gewartet werden. Es sei fünf vor 12, so der Gerichtspräsident, doch Verhandlungen mit entsprechenden Unternehmen würden sich seit Monaten in die Länge ziehen.

Justizminister Geens ließ dazu aus Brüssel verlauten, dass man alles daran setze, das Problem zu lösen: „Derzeit liegt der Vorgang bei der Finanzinspektion. Wir tun das Äußerste, was wir mit unseren eingeschränkten Möglichkeiten derzeit machen können.“