Nordsee: Belgien und die Niederlande kooperieren

Belgiens Staatssekretär für die Nordsee, Bart Tommelein (Open VLD) und die niederländische Infrastruktur- und Umweltministerin Melanie Schulz van Hagen (VVD) haben am Dienstag eine effizientere Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Ländern im Bereich Nordsee vereinbart.

Eine solche grenzüberschreitende Initiative liege nahe, denn schon die Offshore-Parks mit ihren Windrädern in der Nordsee in den Niederlanden und in Belgien arbeiten in Sichtweite voneinander und gerade das biete Chancen, so Staatssekretär Tommelein: „Ein gemeinsames ‚offshore grid‘ (ein Energienetzwerk (A.d.R.)) könnte eine effiziente Möglichkeit bieten, um unsere Windenergie an Land zu bringen. Wir werden diese Möglichkeit gemeinsam prüfen.“

Belgien und die Niederlande wollen ebenfalls prüfen, wie man die jeweiligen maritimen Raumordnungspläne aufeinander abstimmen könnte. Belgien arbeitet bereits seit vielen Jahren mit solch einem Plan, während dies in den Niederlanden noch in den Kinderschuhen steckt.

Auf Ebene der die Nordsee betreffenden Zielsetzungen beobachtete der belgische Staatssekretär einige Gemeinsamkeiten zwischen beiden Ländern: „Sowohl in den Niederlanden, als auch in Belgien haben wir die Karte für ‚blue growth‘ (nachhaltiges Wachstum (A.d.R.)) gezogen. Wir haben also größtes Interesse daran, hier sehr gut zusammenzuarbeiten.“

Ein Beispiel: Die Fischerei-Maßnahmen zum Umweltschutz im belgischen Hoheitsgebiet in der Nordsee haben deutlich auch Auswirkungen auf die niederländischen Fischer. Hier können sich beide Länder effizient abstimmen und die beidseitigen Erfahrungen können sogar zu Kostenersparnis führen.