Außenminister Reynders besucht den Nahen Osten

Belgiens Außenminister Didier Reynders (MR - Foto) fliegt am Sonntag zu einem dreitägigen Besuch in den Nahen Osten, der ihn nach Jordanien und in den kurdischen Teil des Irak führt. Der Besuch findet im Rahmen der belgischen Teilnahme an der internationalen Koalition gegen die radikal-islamistische Terrorgruppe IS. Der Besuch hat sowohl politischen, als auch humanitären Charakter.

Reynders trifft am Sonntag in Amman König Abdullah II., den König Jordaniens und danach seinen dortigen Amtskollegen Nasser Joudeh. Daneben besucht der frankophone Liberale auch einige Projekte von regierungsunabhängigen humanitären Organisationen.

Belgien wird in Jordanien Auffangprojekte für Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak finanzieren, wie Reynders im Vorfeld des Nahost-Besuchs gegenüber der frankophonen Wirtschaftszeitung L’Echo andeutete.

Am Montag wird der Außenminister den Militärflughafen von Mufaq Salti bei Azraq, rund 100 km von Amman entfernt, besuchen. Von dort aus fliegen sechs belgische F 16-Kampfbomber seit Oktober 2014 Angriffe geen Stellungen der IS. Bisher hatten die Maschinen im Rahmen der internationalen Anti-IS-Koalition rund 730 Einsätze bei denen rund 140 Mal Bomben abgeworfen wurden, die das belgische Verteidigungsministerium in Brüssel dazu angab.

Zum Abschluss seines dreitägigen Nahost-Besuchs wird Außenminister Reynders die Stadt Erbil besuchen. Diese Stadt gilt als die Hauptstadt des kurdischen Teils des Irak. Dazu sagte der Minister gegenüber L’Echo: „Ich habe mich für einen Besuch in Erbil entschieden, weil ich sehen will, wie es dort vor Ort zugeht.“