Ist die Zukunft von Audi in Brüssel ungewiss?

Es ist noch unklar, was nach 2017 aus dem Brüsseler Audi-Werk werden wird. Dort läuft gerade das Erfolgsmodell Audi A1 vom Band. Ein Treffen über die Zukunft des Standorts zwischen Vertretern der belgischen Bundes- und der Brüsseler Regionalregierung mit Audi-Belgien-Chef Rupert Stadler verlief am Freitag offenbar ohne neue Erkenntnisse.
Invision2012

Im Oktober 201' lief im Brüsseler Audi-Werk der 500.000ste dort gebaute A1 vom Band. Doch wie es mit dem Werk ab 2018 weiter geht, wenn die Produktion dieses erfolgreichen und hier exklusiv gebauten Wagens ausläuft, bleibt weiter unklar, wie das frankophone Wirtschaftsblatt L’Echo am Samstag meldet.

Ein Gespräch zwischen Belgiens Premierminister Charles Michel (MR), Bundesarbeitsminister Kris Peeters (CD&V), dem Brüsseler Ministerpräsidenten Rudi Vervoort (PS), dem regionalen Brüsseler Wirtschafts- und Arbeitsminister Didier Gosuin (FDF) und dem belgischen Audi-CEO Rupert Stadler hat am Freitag offenbar keine neuen Erkenntnisse für den Standort gebracht.

Stadler hob zwar die hohe Produktivität des Werks hervor, nannte aber auch Probleme und zwar unter anderem die hohen Lohnkosten in Belgien oder das hohe Durchschnittsalter der dortigen Belegschaft, das bei 44 Jahren liegt. Dies, so der CEO, erfordere vor der Montage eines weiteren Modells (kosten)intensivere Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen in neue Produktionstechniken.

Belgiens Premierminister Charles Michel versprach nach Angaben aus Regierungskreisen davon, dass man Maßnahmen zu Gunsten des Audi-Chefs prüfen werde. Dazu gehören mit Sicherheit auch weitere Zuschüsse für den Standort.

Auch positive Elemente

Positiv ist laut L’Echo, dass sich einige erst kürzlich entstandene Produktionsteile bei Audi in Brüssel auch für größere Modelle des Ingolstädter Autobauers eigenen würden, z.B. das neue Lackierbassin. Doch wo die Zukunft des Standorts tatsächlich liegt, darüber schweigt man sich bei Audi noch aus.

Mehrere Fahrzeuge sind im Gespräch: Das geht von einem Luxus-SUV vom Typ Q8 bis hin zu Elektroautos. Und, Audi will seine Produktpalette von derzeit 52 Modellen bis 2020 auf 60 Typen ausbauen…