Wieder mehr Betrug mit falscher Identität

Im vergangenen Jahr haben die belgischen Behörden fast 4.700 Fälle von Betrug mit falscher Identität oder mit gefälschten Ausweisen registriert. Nach einer Meldung der flämischen Sonntagszeitung De Zondag handelt es sich dabei zumeist im gestohlene, nachgemachte, gefälschte oder veränderte Identitätsdokumente.

Der flämische Christdemokrat und Abgeordnete Roel Deseyn (CD&V) hatte die entsprechenden Zahlen bei Bundesinnenminister Jan Jambon (N-VA) in einer parlamentarischen Frage angefordert und festgestellt, dass in diesem Zusammenhang im vergangenen Jahr 4.699 Vergehen registriert wurden. Das ist ein leichter Anstieg um 260 Fälle im Vergleich zum Vorjahr.

Roel Deseyn gab am Sonntagmorgen gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion dazu an, dass die Entwicklung besorgniserregend sei:

„Wenn man sieht, wie einfach man z.B. ein Bankkonto mit einer einfachen Kopie eines Ausweises eröffnen kann, dann ist das schon beunruhigend. Ich kann ihnen versichern, dass es kein Spaß ist, wenn jemand ihre Identität missbraucht, um Transaktionen mit illegalem Geld vorzunehmen. Dabei kann man ernsthafte Probleme mit Polizei und Justiz bekommen. Man muss besonders wachsam sein und man darf auf keinen Fall leichtsinnig mit persönlichen Angaben umgehen.“

Sofort melden

Bei Problemen mit gestohlenen oder verlorenen Ausweisen in Belgien ist ratsam, sich sofort bei der kostenlosen Telefonnummer Docstop zu melden: 00800 2123 2123. Natürlich muss man entsprechende Verluste auch so schnell wie möglich der Polizei melden.