Freilassungen nach Antiterroraktion

Die Mehrzahl der Verdächtigen, die am gestrigen Montag bei zwei großen Antiterroraktionen festgenommen wurden, musste wieder freigelassen werden. Die Aktionen wurden an der Küste und in der in Nähe von Löwen durchgeführt. Die Verdächtigen waren jeweils Tschetschenen. Man habe bei der Razzia keine eindeutigen Beweise sicherstellen können, hieß es bei der Staatsanwaltschaft.

Die vier Personen, die in Löwen festgenommen wurden, sind alle wieder freigelassen worden. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft bestätigt, dass es Hinweise auf Pläne zu Anschlägen gegeben habe. Die Pläne seien aber nicht konkret gewesen.

Die Hausdurchsuchungen in Löwen haben zu keinen nennenswerten Ergebnissen geführt. Zwei Verdächtige, die an der Küste festgenommen worden sind, bleiben jedoch vorerst in Untersuchungshaft. Insgesamt waren 13 Tschetschenen festgenommen worden. Sie sollen im Ausland gekämpft haben. Die Mehrzahl der Hausdurchsuchungen wurde in Ostende durchgeführt.

Polizei und Justiz hatten am Montag insgesamt 21 Hausdurchsuchungen im Tschetschenen-Milieu in vier belgischen Provinzen durchgeführt. Von den festgenommenen Personen wurde also am Ende nur gegen zwei Verdächtige Haftbefehl erlassen. Diese Verdächtigen gehören zu einem mutmaßlichen Rekrutierungsnetzwerk. Die Gruppe soll junge Männer für den Krieg in Syrien angeworben haben.