Wie Kosten für Strom aus Windkraftanlagen senken?

Die Subventionen für die Windturbinenanlagen vor der Küste wurden innerhalb von vier Jahren vervierfältigt. Das geht aus dem Jahresbericht der Regulierungsbehörde für Energiefragen in Belgien (CREG) hervor. Die Finanzspritzen bezahlt der Stromverbraucher.

Letztes Jahr haben die Windturbinenanlagen Ökostromzertifikate für 230 Millionen Euro bekommen. 2011 waren es noch 75 Millionen Euro. Der Grund für die steigenden Subventionen ist eine stetige Zunahme der Stromproduktion in den Windkraftanlagen vor der Küste.

Dort stehen schon jetzt drei Windturbinenparks, die Strom herstellen. Bis 2020 sollen acht Windkraftanlagen ans Netz geschlossen sein. Sie werden gemeinsam die Leistung zweier großer Atomkraftwerke liefern.

Die Kosten für die Offshore-Zertifikate werden von allen Konsumenten über eine Stromsteuer mitgetragen. Letztes Jahr wurde dieser Mechanismus reformiert, um die Kosten besser kontrollieren zu können und zu begrenzen.

"Windturbinen müssen noch effizienter produzieren"

Febeliec, der Dachverband der industriellen Stromverbraucher, findet dennoch, dass die Windturbinen effizienter produzieren sollten und dass noch mehr technologischer Fortschritt nötig sei, um die Stromherstellung in Offshore-Windturbinenparks, das heißt in Windkraftanlagen, die im Küstenvorfeld der Meere stehen, billiger zu gestalten, so dass die Stromrechnungen weniger kosten.

Der Verband vergleicht die Windturbinenparks mit Solarzellenplatten. Am Anfang seien diese stark subventioniert worden, aber jetzt würden sie stets rentabler.

Peter Claes von Febeliec betonte hierzu im VRT-Radio am Dienstagmorgen: "Wenn wir weiterhin auf diese Weise Offshore subventionieren, werden wir dem Sektor in 20 Jahren 16 bis 18 Milliarden Euro an Finanzhilfen gezahlt haben. Das ist doch viel Geld. Wir müssen vor allem dafür sorgen, dass die Technologie weiter Fortschritte macht. Das ist in den vergangenen Jahren aber nicht sonderlich erfolgt."

Auch die Solarzellen seien anfänglich stark subventioniert worden, so Claes. Danach seien sie aber schnell im Preis gesunken und heute gelänge es kleineren Solarzellenanlagen, auch ohne Suventionen auf den Markt zu kommen. "Wir brauchen mehr technologischen Fortschritt, Forschung und Entwicklung, so dass die Parks auf weniger finanzielle Unterstützung angewiesen sind!"