Landwirte setzen vermehrt auf Bio-Pestizide

Im vergangenen Jahr ist der Verlauf von biologischen Unkrautvernichtungsmitteln in Belgien um 64 % angestiegen. Das bedeutet, dass derzeit rund 10 % der Pestizide, die die hiesigen Landwirte auf ihre Felder sprühen, umweltfreundlicher Zusammenstellung sind, wie Phyrofar, der Dachverband der Pflanzenschutz-Industrie, bekannt gab.
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Bio-Pestizide sind Pflanzenschutzmittel, die auf Basis von natürlichen Zutaten hergestellt werden: Pflanzenextrakte, Mikro-Organismen, Pheromone (Substanzen, die von Individuen an andere Individuen, wie Pflanzen, übertragen werden) oder bestimmte Mineralien. Solche Bio-Pestizide sind eigentlich für den Einsatz in der biologischen Landwirtschaft bestimmt, doch auch in Belgien nimmt die Anwendung in der traditionellen Landwirtschaft immer mehr zu.

Derzeit sind auf dem belgischen Markt rund 100 verschiedene Bio-Pestizide, die aus etwa 30 umweltfreundlichen Bestandteilen hergestellt werden. Nach Angaben von Phyrofar entsprechen diese Produkte der strikten Gesetzgebung und den strikten Zulassungsnormen für Pflanzenschutzmittel und bergen keine unzulässigen Risiken Mensch, Tier und Umwelt. Der belgische Dachverband der Pflanzenschutz-Industrie wirbt für diese Produkte über Poster und Leitfäden zur professionellen Anwendung in Buchform.

Viele traditionelle Landwirte setzen in der jüngeren Vergangenheit vermehrt auf Bio-Pestizide, um damit der steigenden Nachfrage bei den Verbrauchern nach biologischem Obst und Gemüse zu entsprechen. Die Politik fördert diesen Trend zudem. Phyrofar geht davon aus, dass sich dieser Trend weiter verstärkt. Inzwischen entwickeln die Forschungsabteilungen der Pflanzenschutzmittel-Hersteller vermehr Produkte in dieser Richtung.