Unternehmen drängen auf Tax shift

Belgische Untenehmen gucken etwas optimistischer in die Zukunft als früher. Rund einer von drei Unternehmenssektoren geht davon aus, dass die belgische Wirtschaft wieder anziehen und stärker wachsen wird. Das geht aus einer Umfrage des belgischen Unternehmerverbandes hervor.

Gleichzeitig erwartet einer von zwei Unternehmenssektoren, dass weiterhin viele Firmen zahlreiche Stellen streichen müssen und es erneut zu Entlassungswellen kommen wird.

Viele Betriebe müssten umstrukturieren. Das sind Maßnahmen, die in den letzten Jahren schon angekündigt worden sind. Der belgische Unternehmerverband drängt weiter auf die so genannte Tax shift, also eine Steuerreform, bzw. eine Verschiebung der Steuern - weg von der Besteuerung der Arbeit und hin zu einer Besteuerung auf Kapitalerträge - , um die Lohnkosten der Unternehmen weiter zu drosseln und so neue Jobs zu schaffen, betont Pieter Timmermans.

"Studien des Planungsbüros der Nationalbank und jetzt auch der Unternehmenssektoren zeigen, dass, wenn die Steuern auf Arbeit, die Lohnkosten weiter sinken lassen, Jobs geschaffen werden. Das wird sich 2016 und 2017 in zusätzlichen Arbeitsplätzen bemerkbar machen."

"Das funktioniert aber nur, wenn wir eine gute Tax shift haben, die dafür sorgt, dass wir in Zukunft mit gleichen Waffen konkurrieren können wie die Unternehmen aus den Niederlanden, Frankreich und Deutschland."