Verteidigungsminister scheucht Belgiens Landstreitkräfte auf

Die Landstreitkräfte der belgischen Armee sollen gründlich reformiert werden. Der belgische Verteidigungsminister will aus dem Heer eine schnelle, flexible, taktische Kampftruppe machen, in der verschiedene Einheiten kombiniert werden sollen.

Ganz nach Nato-Vorbild, könnte man meinen, will der belgische Verteidigungsminister Steven Vandeput (kleines Foto) das Heer reformieren. Es soll kleiner, dafür aber schneller einsetzbar werden.

Noch befindet sich Vandeput in der Planungsphase. Es handelt sich also um Zukunftspläne. Zuvor war bereits bekannt geworden, dass er das Budget bis 2030 auf Nato-Durchschnitt anheben wolle. Das wären dann rund 1,6 Prozent des BIPs.

Die Zukunft der Landstreitkräfte soll nach Vorstellungen der flämischen Regionalisten von der N--VA folgendermaßen aussehen: Kleinere, 1.200-köpfige Kampftruppen sollen künftig verschiedene Einheiten des Heeres, von den Spezialeinheiten bis hin zu den Pioniertruppen, kombinieren.

Derzeit verliere man zu viel Zeit. Wenn der Beschluss falle, dass sie zusammen eingesetzt würden, müssten die Einheiten erst lernen, sich aufeinander einzustellen. Durch ein ständiges gemeinsames Training der Kampftruppe, soll die Einsatzfähigkeit erhöht werden, heißt es.

Noch ist das jedoch alles Zukunftsmusik. Ob die Pläne umgesetzt werden können, hängt stark davon ab, ob es Vandeput gelingt, die starken Widerstände gegen das Vorhaben bei den Landstreitkräften zu überwinden.

LEFEVRE