Mit Streichung Nachtflüge 100 Mio. Euro Arztkosten sparen

Der Studie eines französischen Polytechnicien zufolge könnten mit der Streichung der Nachtflüge über Brüssel rund 100 Millionen Euro an Gesundheitskosten im Jahr eingespart werden. In der Studie wird davon ausgegangen, dass etwa 250.000 Personen durch den Fluglärm gestört werden. Die Studie hebt außerdem hervor, dass eine Streichung der Nachtflüge nur begrenzte Auswirkungen auf die Flughafenaktivitäten hätte.

Würden alle Flüge über dem Brüsseler Flughafen zwischen 22 Uhr und 7 Uhr gestrichen, würden der Passagierverkehr um 1,4 Prozent und der Fachtverkehr um 3,6% reduziert. Das schreibt die französischsprachige Wirtschafts- und Finanzzeitung L'Echo an diesem Samstag.

Laut der Studie eines französischen Polytechnicien hielten sich einerseits die Auswirkungen der Streichung der Nachtflüge auf die Aktivitäten des Flughafens in Grenzen, während andererseits 100 Millionen Euro an Gesundheitskosten gespart werden könnten. Die Analyse der Daten habe ergeben, dass der Belgier rund 4.000 Euro an Gesundheitskosten im Jahr ausgibt. Das Ende der Nachtflüge würde bedeuten, dass diese Ausgaben um 10 Prozent gesenkt werden könnten. 

Die Ergebnisse der Studie sind der französischsprachigen liberalen Verkehrsministerin Jacqueline Galant (MR) zugesandt worden. Doch bei Brussels Airport ist man eindeutig: Die Streichung der Nachtflüge sei undenkbar. "Was machen wir mit den 20.000 direkten Arbeitsplätzen und den 40.000 indirekten Jobs, die vom Flughafen abhängen?", heißt es dort jetzt schon.