Menschenmassen über GSM-Daten erfassen

Die Stadt Antwerpen will anhand der Erfassung von GSM-Signalen ermitteln, wie sich die Menschenmassen innerhalb der Scheldemetropole bewegen. Dazu werden entsprechende Sensoren an verschiedenen Orten in der Stadt angebracht, wo sich die meisten Menschen konzentrieren. Das Projekt ist großflächig angelegt und trägt den Namen „City of Things“.

Die Handy-Signale werden in Zusammenarbeit der Stadt Antwerpen, mit dem digitalen flämischen Forschungszentrum iMinds und mit dem Unternehmen Mobile Vikings erfasst und lokalisiert.

Die Ergebnisse dieser Untersuchung sollen dazu führen, Wege zu finden, wie die Besucher von Massenveranstaltungen mit einer gewissen maximalen Kapazität zu anderen Orten bewegt werden können. Das betrifft z.B. die 10 Miles von Antwerpen oder ähnliche Events mit regem Publikumsverkehr.

Bürgermeister Bart De Wever (N-VA) gab gegenüber der Tageszeitung Gazet Van Antwerpen an, dass die erfassten GSM-Daten nicht für andere Zwecke gebraucht würden. Die Privatsphäre der Handynutzer bleibe gewährleistet und die erfassten Daten anonym.

Dies ist nicht das erste Mal, dass in Belgien die GSM-Daten von Menschenmassen zu Studienzwecken erfasst werden. So wurde bereits bei Rock Werchter und bei den Gentse Feesten vorgegangen und auch bei Mons, Kulturhauptstadt 2015, werden die Handy-Daten der Besuchermassen erfasst.