Personalmangel: Abschiebezentrum dicht

Das Abschiebezentrum Holsbeek (Foto) in Flämisch-Brabant schließt vorläufig. Begründet wird dieser Schritt mit Personalmangel. Belgiens Staatssekretär für Asyl und Einwanderung, Theo Francken (N-VA), will das Personal von Holsbeek an Standorten einsetzen, wo sich mehr Abschiebehäftlinge aufhalten.

Derzeit halten sich im Abschiebezentrum von Holsbeek rund 40 Personen auf. Dabei handelt es sich im Familien, die sich freiwillig für eine Rückkehr in ihr Heimatland entschieden haben. Aufgrund der Tatsache, dass Holsbeek als Abschiebeinstanz nicht wirklich wichtig ist, will Staatssekretär Francken (kl. Foto) das dortige Personal an anderen Standorten einsetzen, wie er am Montagmorgen gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion angab:

„Derzeit kehren weniger Menschen zurück. Daneben sehen wir, dass eine erhöhte Nachfrage für zusätzliches Sicherheitspersonal in den geschlossenen Abschiebezentren besteht. In den letzten Wochen steigen dort die Spannungen. Das hat auch damit zu tun, dass diese Regierung verstärkt auf die Abschiebung von Kleinkriminellen, wie Taschen- oder Ladendieben setzt. Ich werde das Personal also in die Abschiebehaftanstalten versetzen.“

Ob dies die definitive Schließung des Zentrums in Holsbeek bedeutet, ist allerdings noch nicht deutlich. Den Personen, die sich derzeit noch dort aufhalten, werden vorläufige Wohnungen zugewiesen. Die Gewerkschaften kritisieren diesen Schritt, denn diese Schließung erfolgt ihrer Ansicht nach zu schnell. Die betroffenen Mitarbeiter würden Hals über Kopf zu einem anderen Standort versetzt, ohne, dass sie im Vorfeld darauf vorbereitet wurden.