Werden die Kartoffeln bald wieder teurer?

Wenn sich das derzeit recht trockene Wetter nicht bald ändert, drohen die Kartoffelpreise in Belgien zu steigen. Die eher frischen Frühjahrstemperaturen und die Trockenheit der vergangenen Wochen könnten dafür sorgen, dass die Ernte dieses Jahr hinter den Erwartungen zurückbleibt, warnt Belgapom, der Dachverband der Kartoffelindustrie in Belgien.

2013 hatten die Kartoffelbauern in Belgien schon einmal eine schlechte Ernte durch die Wetterumstände zu verkraften. Damals stiegen die Preise auf 300 bis 350 € pro Tonne. Letztes Jahr hingegen war die Kartoffelernte in Belgien reichhaltig, wodurch die entsprechenden Preise in den Keller purzelten.

Bis vor rund zwei Monaten galt ein Richtpreis von z.B. 25 € für eine Tonne „Bintje“, eine mittelfrühe Kartoffelsorte, die sich besonders gut für die Produktion von Fritten oder zur Herstellung von Tiefkühlkost eignet. Doch bereits jetzt sind diese Preise auf rund 100 € pro Tonne angestiegen.

Die Kälte in den Monaten März und April ließ die Knollen nicht richtig wachsen und jetzt hemmt die Trockenheit die Entwicklung der Kartoffeln im Boden. Doch vorerst haben die hiesigen Kartoffelbauern noch keine wirklichen Probleme mit den steigenden Preise. Und schon gar nicht jene Landwirte, die noch Knollen aus dem vergangenen Jahr eingelagert haben. Sie können jetzt wieder etwas verdienen, um die Verluste aus den beiden vergangenen Jahren auszugleichen.

Doch wenn die Trockenheit weiter anhält und die Ernte wieder danebengeht, stehen auch sie unter Druck. Vor allem dann, wenn es um Lieferverträge mit festgelegten Mengen geht.

© Roddy Paine - www.belgaimage.be