3.000 Demonstranten des Non-Profit-Sektors wütend auf Sparregierung

Rund 3.000 Gewerkschaftsmitglieder aller Sektoren des Gesundheits- und Sozialwesens haben an diesem Freitagvormittag in Brüssel demonstriert. Sie warnen alle Regierungen dieses Landes davor, dass die Einsparungen die Qualität der Hilfsleistungen in diesem Land beeinträchtigen könnten. Sie fordern statt einem Stellenabbau die Schaffung neuer Arbeitsplätze in diesem Bereich.

Ein grün, rot, blauer Protestzug aus Gewerkschaftsmitgliedern des Non-Profit-Sektors ist an diesem Freitagmorgen durch Brüssel gezogen. Der Non-Profit-Sektor fordert unter anderem Verhandlungen über mehrjährige neue Abkommen.

Der Non-Profit-Sektor, in dem etwa 500.000 Personen in Belgien vertreten sind, will sich an die verschiedenen Regierungen in Belgien wenden. Der Sektor äußerte seinen Unmut darüber, dass bei jeder Reform sowohl die nötigen Regelungen und Garantien für das Personal als auch die Bedingungen für Qualitätsarbeit untergehen würden.

Außerdem fordern die Gewerkschaften Verhandlungen zu mehrjährigen Abkommen, denn der föderale Non-Profit-Sektor sei seit zwei Jahren ohne Abkommen. Die Delegation vom Freitag wurde vom Premierminister Charles Michel empfangen und hatte auch ein Gespräch mit dem Vizepremier und Arbeitsminister Kris Peeters. Für Montag, 30. Juni, ist ein Treffen mit der Ministerin für soziale Angelegenheiten und für das Gesundheitswesen, Maggie De Block, geplant.