Belgien und UK versuchen sich an gemeinsamer Visaregelung in China

Eine belgisch-britische Initiative bietet chinesischen Bürgern jetzt die Möglichkeit zwei Visa am Ende eines einzigen Verfahrens zu erlangen. Es handelt sich um Visa, die ihnen die Einreise nach Belgien als Hauptzielort, in den Schengenraum und in das Vereinigte Königreich ermöglichen.

Zwei Visa, aber nur ein Verfahren, um in verschiedene Länder Europas zu reisen, ist die Idee, die dahinter steckt. Allerdings muss bei diesem neuen Verfahren das Hauptreiseziel Belgien sein.

Diese neue Dienstleistung wird den Chinesen ab dem 1. Juli dieses Jahres von Belgien und dem Vereinigten Königreich angeboten. Der belgische Vizepremier und Außenminister Didier Reynders und Staatssekretär für Asyl und Migration sowie für die Verwaltungsreform, Theo Francken, haben das an diesem Freitagmorgen bekannt gegeben.

Ein Chinese, der während seiner Reise sowohl Belgien als auch das Vereinigte Königreich besuchen will, musste bislang zwei Visa an zwei verschiedenen Orten beantragen. Künftig kann er beide Visa online beantragen und die Bearbeitung nach vorheriger Terminabsprache in einer der drei britischen Visastellen (in Peking, Guangzhou oder Shanghai) fortsetzen.

Für das jeweilige Prüfungsverfahren und die Genehmigung ist zwar weiterhin jedes einzelne Land selbst zuständig, aber die Antworten der Länder werden nur noch an eine einzige Visastelle gesandt. Dort kann der chinesische Bürger seinen Pass dann innerhalb einer bestimmten Frist abholen.

Sowohl das Vereinigte Königreich als auch insbesondere Belgien haben ein großes Interesse daran, dass chinesische Passagiere ihr Land besuchen. "Ein kombinierter  Besuch in Belgien und dem Vereinigten Königreich ist von großem Vorteil für den chinesischen Reisenden. Die ausgezeichneten Verbindungen (die Eurostar-Züge verbinden Brüssel und London in zwei Stunden, Flüge wie Fähren sind zahlreich) und die zentrale Lage Belgiens in Europa garantieren eine leichte Reise auf dem gesamten Kontinent", heißt es in einer Pressemitteilung des Außenministeriums am Freitag.