Mehr niederländische Kindergartenkinder

In den vergangenen vier Jahren stieg die Zahl der niederländischen Kinder in flämischen Kindergärten um ein Viertel auf insgesamt 1.278. Die meisten besuchen die Kindergärten in Grenznähe in den Provinzen Limburg und Ostflandern. In der limburgischen Kleinstadt Lanaken wurden 161 Kleinkinder gezählt.

Es gibt mehrere Gründe, weshalb niederländische Eltern sich für einen flämischen Kindergarten entscheiden und deshalb den Weg über die Grenze in Kauf nehmen. Hiesige Kindergärten sind besser organisiert und disziplinierter als niederländische, und sie bieten ein qualitativ besseres Erziehungsprojekt.

Darüber hinaus sind flämische Kindergärten kostenlos und hier kann ein Kindergarten schon ab dem Alter von 2,5 Jahren besucht werden. In den Niederlanden ist das erst mit 4 Jahren möglich. Bis dann müssen Eltern dort eine Kita bezahlen, die auch mehr kostet als in Flandern. Wenn niederländische Eltern ihre Kinder zum flämischen Kindergarten bringen, sparen sie täglich bis zu 70 Euro.

Problematisch am niederländisch-flämischen Grenzverkehr ist allerdings, dass hiesige Kindergartenklassen in Grenznähe schon in absehbarer Zeit völlig überfüllt sein dürften.