EU unterstützt Verkehrsprojekte in Belgien

Die EU-Kommission hat an diesem Montag einen Investitionsplan in Höhe von 13,1 Milliarden Euro für das Verkehrsnetz vorgelegt, von denen auch belgische Projekte, wie das auf dem Albertkanal oder das der Bahnstrecke zwischen Louvain-La-Neuve und Luxemburg, profitieren werden.

Der Fördertopf, der 13,1 Milliarden Euro enthält, wird auf 276 Infrastrukturprojekte verteilt, die von der EU-Kommission wegen ihres „europäischen Mehrwertes“ ausgewählt wurden. Zahlreiche dieser Projekte sind also grenzübergreifender Natur.

Die europäischen Subventionen, die nach Belgien fließen, umfassen rund 400 Millionen Euro, davon gehen 150 Millionen Euro in ausschließlich nationale Projekte, verrät ein europäischer Brunnen. Zu den Projekten, die von der EU-Kommission ausgewählt wurden, gehören die Erneuerung eines Abschnitts des Albertkanals und einige Brücken (Subventionen in Höhe von maximal 74 Millionen Euro), die Verbesserung der Bahnverbindung zwischen Louvain-la-Neuve und Luxemburg (35 Millionen Euro), eine neue Schleuse in Terneuzen (48 Millionen Euro) und auch die Studie und Einrichtung des Europäischen Zugsicherungssystems "ETCS" (17 Millionen Euro) sowie die Verbesserung der Kontrolle des Flugraums über Brüssel durch Belgocontrol (300.000 Euro).

Die Finanzspritze der EU in diesem Investitionsplan erfolgt in Form von Kofinanzierungen, wobei der Kofinanzierungssatz je nach Art des Projekts 20 Prozent bis 85 Prozent der Kosten beträgt. Die Finanzhilfen müssen bis 2018 beziehungsweise 2019 in Anspruch genommen werden. Falls dies nicht der Fall ist, wird das Geld anderen Projekten zugesprochen.

Der Investitionsplan, der heute vorgelegt wurde, trägt zur Umsetzung eines großen transeuropäischen Verkehrsnetzes bei (TEN), das die 28 EU-Mitgliedstaaten über neun große Korridore, die um Großstädte, Hauptverkehrsachsen, Häfen, Flughäfen und Eisenbahnstrecken gebaut werden, miteinander verbinden soll.