Mittelmeer: Die "Godetia" rettet 645 Flüchtlinge

Das belgische Kommandoschiff „Godetia“ hat am Dienstag 645 Bootflüchtlinge auf dem Mittelmeer gerettet. Das ist die größte Gruppe Flüchtlinge, die das Marineschiff seit Beginn des Einsatzes aufgenommen hat. Diese Flüchtlinge wurden in mehreren Schüben in Italien an Land gebracht.

Das belgische Kommandoschiff "Godetia" hat am Dienstag in mehreren Einsätzen auf dem Mittelmeer insgesamt 645 Flüchtlinge an Bord genommen. Sie sollen am Mittwoch den italienischen Behörden auf Sizilien übergeben werden, teilte Belgiens Verteidigungsminister Steven Vandeput (N-VA) mit.

Die ausnahmslos aus Afrika, u.a. aus Libyen und Mali, stammenden Flüchtlinge waren auf mehreren völlig überfüllten Schlauchbooten unterwegs in Richtung Europa. Unter ihnen sind auch 16 Kinder und Minderjährige.

"Die Flüchtlinge saßen in mehreren Booten. Das waren Schlauchboote eines zivilen italienischen Schiffs. Alleine dabei haben wir 330 Flüchtlinge aufgenommen.", teilte Oberst Bart Laurent gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion telefonisch von Bord des Schiffs mit. Einige Flüchtlinge übernahm die "Godetia" von einem Frachtschiff.

Die "Godetia" patrouilliert seit dem 24. Mai im Rahmen der europäischen Rettungsoperation „Triton“ im Mittelmeer. Seitdem hat das belgische Marineschiff nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Brüssel  1.617 Menschen retten können.

Die Mission der "Godetia" läuft am 5. Juli aus und wird vorerst nicht verlängert. Möglicherweise entsendet Belgien aber im Herbst die "Leopold 1" in die Region.