Rentenfonds: Viele Belgier lassen sich vor dem 60. auszahlen

Eine fortwährend steigende Personenzahl will ihren Fonds, den sie im Rahmen des Pensionssparens aufgebaut hat, vor ihrem 60. Lebensjahr auflösen und sich das Geld auszahlen lassen. Das hat Belgiens Finanzminister Johan Van Overtveldt als Antwort auf eine parlamentarische Frage erklärt.

Die Zahl, derjenigen, die sich ihre Ersparnisse aus dem Rentenfonds vorzeitig auszahlen lassen möchten, ist von 16.004 auf 26.717 Personen im Zeitraum von 2008 bis 2013 angestiegen, dabei haben sich die Summen, die die Personen auf diese Weise ausgezahlt bekommen, mehr als verdoppelt (von 34,4 auf 80,5 Millionen Euro im gleichen Zeitraum).

Es handelt sich jedoch nur um einen "kleinen Teil" der Gesamtzahl der Steuerzahler, die auf das Pensionssparen zurückgreifen, relativierte Van Overtveldt (N-VA) in einer Antwort auf eine schriftliche Frage der Abgeordneten Nele Lijnen (Open VLD).

Die Zahl der Steuerzahler, die einen Pensionssparplan abgeschlossen haben ist von 1,9 Millionen im Laufe des  Steuerjahres 2007 auf 2,4 Millionen im Jahr 2013 angestiegen und die betreffenden Summen sind proportional von 1,3 auf 1,8 Milliarden Euro angestiegen. Allerdings sind die Zahlen für das Steuerjahr 2013 noch provisorisch.

"Weder die Zahl der Überweisungen noch die durchschnittliche Summe, die eingezahlt wird, sind also augenfällig von der Krise, die wir seit 2008 durchlaufen, betroffen", betonte Belgiens Finanzminister Van Overtveldt noch.

Was die durchschnittliche Summe angeht, die das Pensionssparen betrifft, so ist sie im  Zeitraum 2007-2013 von 687 auf 770 Euro angestiegen, wobei der steuerlich absetzbare Höchstwert von 810 auf 940 Euro angestiegen ist.