Streik in Calais: Hunderte LKW in Belgien gestrandet

Nach Angaben des Gouverneurs der Provinz Westflandern, Carl Decaluwé, wird die Blockade des Hafens von Calais gelockert, denn für kommenden Dienstag seien neue Verhandlungen mit den Streikenden geplant. Doch immer noch warten hunderte Lastwagen am Rande von belgischen Autobahnen auf ihre Weiterfahrt nach Nordfrankreich.

Entlang der Autobahn E 40 stehen in Nieuwpoort, Koksijde oder Veurne noch immer hunderte Lastwagen, die darauf warten, in Richtung Calais und von dort aus per Fähre nach England fahren zu können. Seit fast einer Woche hatten streikende Mitarbeiter von Fährgesellschaften den Hafen blockiert.

Dies führte dazu, dass die nach Calais fahren wollenden Trucker schon in Belgien aufgehalten wurden, weil u.a. der Grenzübergang in Adinkerke bei De Panne an der E 40 für Lastwagen gesperrt wurde. Schon ab der Abfahrt Jabbeke bei Brügge begannen sich die wartenden LKW zu stauen (Archivfoto 1. Juli, oben). Sogar in Richtung Brüssel warteten Lastwagen, die aus Mangel an Stellplätzen Umkehr gemacht hatten.

Inzwischen hatten die Behörden, z.B. die Provinz Westflandern und die betroffenen Gemeinden, mobile Toiletten für die wartenden Trucker aufgestellt und es wurde Wasser verteilt: Trinkwasser und Wasser zum Waschen. Müllsäcke wurden ebenfalls zur Verfügung gestellt und die Stadt Veurne brachte LKW-Fahrer mit Bussen zu Supermärkten, damit diese sich mit Lebensmitteln versorgen konnten.

Mittlerweile aber werden die ersten Lastwagen-Verbände in Gruppen von 100 bis 200 Fahrzeugen peu à peu unter Polizeibegleitung nach Frankreich geleitet.