Die Tour de France ist für zwei Tage in Belgien

Die dritte und die vierte Etappe der Tour de France führt durch Belgien. Am Montag startet die Tour-Karawane in Antwerpen, um an der Mauer von Huy bei Lüttich zu Enden. Und am Dienstag rollt das Peloton aus Richtung der Industriestadt Seraing bei Lüttich nach Frankreich, um in Cambrai im Heimatland der Frankreichrundfahrt anzukommen.

Die erste Belgienetappe der diesjährigen Tour de France führt von Antwerpen über knapp 160 km in Richtung Lüttich. Dabei rollt das Peloton in etwa quer durch unser Land, um im Finale einen Teil des Parcours des belgischen Frühjahrsklassikers „Wallonischer Pfeil“ zu befahren.

Ziel ist die aus diesem Rennen berühmte „Mauer von Huy“ (kl. Foto) mit ihrem durchschnittlichen 9,6 %-Anstieg. Der Anstieg zum Ziel ist etwa 1,3 km lang und der steilste Bereich weist 20 % „Schräglage“ auf. Bevor es aber zum Zieleinlauf in Huy kommt, wird dem legendären belgischen Radsportler Eddy Merckx gratuliert. Merckx ist letzten Monat 70 Jahre alt geworden und aus diesem Grunde rollt das Peloton durch den kleinen Ort Meensel-Kiezegem im so genannten „Hageland“ in Flämisch-Brabant, wo er zur Welt kam.

Am Dienstag dann führt die vierte Etappe der 102. Ausgabe der Frankreichrundfahrt von Seraing bei Lüttich entlang der Maas über Huy, Namür und der wallonischen Karnevalshochburg Binche in Richtung Frankreich, um nach 223,5 km in Cambrai anzukommen.

Eine einfache Etappe erwartet das Fahrerfeld nicht, denn es gilt einen weiteren scharfen Anstieg zu bewältigen, nämlich den zur Zitadelle von Namür - Ein Anstieg der Kategorie C4. In Frankreich angekommen, gilt es dann einige prickelnde und zum Teil kilometerlange Kopfsteinpflaster-Passagen zu absolvieren.