Viele Flamen zu hohen Strahlungen ausgesetzt

Bis zu 16.000 Haushalte, 66 Schulen, über 100 Kindergärten oder Kindertagesstätten und mehrere Altenheime im belgischen Bundesland Flandern sind Magnetfeldern ausgesetzt, die nach Auffassung des Internationalen Krebsforschungszentrums langfristig zu hohe Strahlungswerte aufweisen. Das flämische Umweltministerium hält diese Informationen für wichtig, nuanciert aber auch die Erhebungen.

Dass in Flandern viele Haushalte und öffentliche Gebäude hohen Strahlungen ausgesetzt sind, ist auch dem flämischen Umweltamt nicht entgangen. Doch die Erhebungen des Internationalen Krebsforschungszentrums werden hier etwas relativiert.

Brigitte Borgmans vom Umweltamt sagte gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion, dass gleichwohl „kein wissenschaftlicher Beweis vorliegt, der eine ursächliche Verbindung zwischen dem Wohnen in der Nähe von Hochspannungslinien und entsprechenden Auswirkungen auf die Gesundheit belegt.“

Aber, die Erhebungen des Internationalen Krebsforschungszentrums will Flandern in Zukunft bei Planungen zu neuen Wohnbauprojekten, Sportzentren oder Kinder- und Jugendeinrichtungen zur Rate ziehen. Und beim Planen von neuen Hochspanungslinien oder -masten können die gewonnenen Erkenntnisse ebenfalls zur Rate gezogen werden.

Die Tatsache, dass diese Informationen jetzt vorliegen, sei wichtig, weil bisher doch stets eine gewisse Unsicherheit vorgelegen habe, so Brigitte Borgmans weiter: „Es besteht kein Grund zur Sorge. Wir bieten jetzt maßgeschneiderte Beratung auch für Städte und Gemeinden.“