Europaabgeordnete setzen Zeichen gegen Nahrungsmittelverschwendung

Europäische Europaabgeordnete, darunter auch der belgische Abgeordnete Marc Tarabella (PS) (kleines Foto), haben ein Zeichen gegen die Verschwendung von Nahrungsmitteln, insbesondere in Supermärkten, gesetzt. Am Donnerstag nahmen sie eine entsprechende Entschließung zur Abfall-Wiederverwertung in Straßburg an.

Die Europaabgeordneten gaben eine Empfehlung heraus, in der sie vorschlugen, dass Supermärkte nicht verkaufte Ware an Hilfsverbände verteilen sollten. Sie drängten zudem darauf, dass die Essensabfälle bis 2025 um 30% gesenkt werden.

Die Abgeordneten, die sich im Plenarsaal in Straßburg trafen, forderten die EU-Kommission dazu auf, so schnell wie möglich neue Rechtsvorschriften zur Reduzierung der Ressourcenproduktivität und der Unterstützung der Kreislaufwirtschaft vorzulegen.

Unter den Empfehlungen des Parlaments sind Forderungen an die Kommission, Anregungen dazu zu geben, dass in den Mitgliedstaaten Vereinbarungen eingeführt werden, die die Abgabe von im Einzelhandel nicht verkauften Produkten an wohltätige Vereinigungen vorsehen.

"Europa wirft 90 Millionen Tonnen Nahrungsmittel pro Jahr weg, obwohl 20 Millionen Europäer von der Nahrungsmittelhilfe abhängen und nur Dank ihrer überleben. Wir befinden uns in einem gefährlichen Gefälle", so der belgische sozialistische Abgeordnete Marc Tarabella (PS).

Die Petition "Schluss mit der Verschwendung von Lebensmitteln in Europa!" hat mehr als 500.000 Unterschriften in Europa zusammenbekommen, um die Abgeordneten zu einer Abstimmung in diese Richtung zu bewegen. Vorbild war der Erfolg in Frankreich, wo ein ähnliches Gesetz im Mai verabschiedet wurde.

Das EP rät auch zur Reduzierung der Abfälle in Industrie und Handel. Ziel ist eine Reduzierung um 25 Prozent bis 2030 im Vergleich zu 2014. Daneben soll der Ressourcenverbrauch bis 2030 um 30% gedrosselt werden.

Neue verbindliche Zielvorgaben im Bereich Abfallreduzierung könnten, laut den Abgeordneten, bis zu 180.000 Arbeitsplätze schaffen. Die Abgeordneten rufen die Kommission dazu auf, bis Ende 2015 solche Zielvorgaben vorzuschlagen, sowie eine schrittweise Reduzierung der Deponierung.