Genderpolizei für Flandern

Flandern bekommt eine so genannte Genderpolizei. Der flämische Ombudsdienst wird sich von nun ab auch um Klagen in Zusammenhang mit Geschlechterdiskriminierung kümmern. Der Ombudsdienst wird also darüber wachen, dass Menschen nicht wegen ihres Geschlechts diskriminiert werden.

Der Ombudsdienst bekommt eine weitere Abteilung hinzu. Die Klagen, die die Genderabteilung des Ombudsdienstes künftig behandeln wird, reichen von Frauen, die am Arbeitsplatz diskriminiert werden, weil sie schwanger sind, über Probleme von Homosexuellen und Lesben bis hin zu Transsexuellen, die an ihrem Wohn- oder Arbeitsplatz diskriminiert werden.

Ein entsprechendes abgeändertes Dekret ist am gestrigen Mittwoch im flämischen Parlament verabschiedet worden.

Auffallend ist, dass der Ombudsdienst nicht nur bei Beschwerden zwischen Staat und Bürgern eingeschaltet werden kann, wie das bisher der Fall war, sondern auch zwischen Bürgern und Unternehmen und zwischen Bürgern untereinander.

Die Einrichtung einer Genderpolizei war dringend nötig, nachdem Europa sich im April an die flämischen Behörden wandte, weil die Region keine Abteilung hatte, die sich um Genderdiskriminierung kümmerte.