Flämische Wirtschaft wird schneller wachsen als im Rest des Landes

Die flämische Wirtschaft wird bis 2020 schneller wachsen als die wallonische und die Brüsseler. Das geht aus den regionalen Wirtschaftprognosen hervor, die das belgische Planungsbüro und die drei Forschungsdienste der Regionen am Freitag veröffentlicht haben. Das gleiche gelte für die Beschäftigung, heißt es in dem Bericht weiter.

Sollte sich das Wachstum in der Eurozone erholen, rechnet das Planungsbüro damit, dass sich die Wirtschaftstätigkeit in den drei Regionen verstärken wird. Allerdings würde sich das Wachstum unterschiedlich schnell entwickeln.

Das Brüsseler Bruttoinlandsprodukt (BIP) würde im Zeitraum 2014-2020 durchschnittlich um 1,3 Prozent im Jahr ansteigen, während es in Wallonien um 1,4 Prozent und in Flandern um 1,6 Prozent zunehmen würde.

Der gleiche Trend zeichnet sich in den Prognosen zur Beschäftigung ab. In Flandern würde der Beschäftigungsanteil bis 2020 jährlich um durchschnittlich 0,8 Prozent zunehmen. In Brüssel (+0,5 Prozent ) und Wallonien (+0,6 Prozent) würde das Wachstum etwas weniger stark ausfallen.

Im Zeitraum 2015-2020  kämen der Prognose zufolge in Flandern jährlich durchschnittlich 21.500 Jobs hinzu. Im Vergleich dazu wären das in der wallonischen Region nur 7.800 Jobs pro Jahr und in Brüssel nur knapp 4.300 Arbeitsplätze.

Die mittelfristig treibende Kraft hinter dem Beschäftigungswachstum seien laut Planungsbüro nach wie vor die Branchen 'Gesundheitswesen und Sozialdienst' sowie 'übrige marktbestimmte Dienstleistungen' (einschließlich Beschäftigung über Dienstleistungsschecks) und zwar in allen Regionen.