"Sofa gefällig?"

Mit einem neuen flämischen Dekret für Ferienunterkünfte soll es hierzulande einfacher werden, Übernachtungen anzubieten. Nicht nur Hotels oder Bed & Breakfast-Einrichtungen werden die administrative Erleichterung spüren, sondern auch zum Beispiel neue Konzepte wie Airbnb. Bei Airbnb bieten Privatpersonen ihr Sofa oder eine andere Schlafgelegenheit zur Übernachtung an.
AP2011

An dem so genannten 'Logisdekret' haben drei flämische Parlamentarier der Mehrheitsparteien gearbeitet. 

Das neue Dekret wolle alles einfach halten, betont einer der Parlamentarier, Marnic De Meulemeester von der Open VLD: "Der ganze Papierkram der flämischen Behörden braucht künftig nicht mehr ausgefüllt zu werden. Auch die Inspektion zur Eröffnung ist nicht mehr nötig. Wir arbeiten jetzt mit Trainern, die die existierenden und neuen Unternehmer unterstützen, anstatt sie zu bevormunden. Natürlich werden aber auch weiterhin Kontrollen durchgeführt. Diese werden sicher nicht abgeschafft."

Das neue Logisdekret wird nächste Woche beim flämischen Parlament eingereicht und soll noch vor Ende des Jahres verabschiedet werden.

Gemischte Gefühle

Das Hotel-, Restaurant- und Kaffeegewerbe in Flandern hat gemischte Gefühle bei dem am Sonntag vorgestellten neuen flämischen Logisdekret.

Es sei beispielsweise positiv, dass neue Übernachtungesformen wie Airbnb die gleichen Regeln befolgen müssten wie klassische Hotels, aber der Verband ruft das flämische Parlament, das sich noch über das Dekret beugen muss, dazu auf, das Sternesystem aufrecht zu erhalten. Das hat Danny Van Assche, der Geschäftsführer von Horeca Flandern gesagt.