Godetia wieder zu Hause in Zeebrügge

Das belgische Kommandoschiff Godetia ist wieder zu Hause im belgischen Zeebrügge. Das Marineschiff hat zwei Monate im Mittelmeer patrouilliert und seine Besatzung mehr als 1.600 Bootsflüchtlinge gerettet. Es war ein eher ungewöhnlicher Auftrag des Kriegsschiffs, aber er hat selbst die härtesten Marinesoldaten tief berührt.

Das Marineschiff BNS Godetia hat einen knapp zweimonatigen Einsatz hinter sich. Es war kein gewöhnlicher Einsatz. Die Marinesoldaten sollten Bottsflüchtlinge im Mittelmeer aufspüren und retten. 

Bei fünf Rettungsaktionen konnten insgesamt 1.617 Flüchtlinge aus dem Meer gezogen werden, darunter knapp 600 Frauen und Kinder. Die Mannschaft wurde am Sonntagmorgen, außer von ihren Familienangehörigen, auch von Verteidigungsminister, Steven Vandeput und dem Staatssekretär für Asyl und Migration, Theo Francken, empfangen. 

Die Godetia war am 13. Mai in Richtung Süditalien aufgebrochen, um an der europäischen Operation "Supportive Trident" teilzunehmen.

Da dies auch ein Auftrag voller Emotionen war,  wurde die feste Besatzung von ungefähr 90 Menschen mit einem medizinischen sowie mit einem psychologischen und psychiatrischen Team ergänzt. "Vor den Familien liegt noch viel Arbeit. Sie werden für die Soldaten sehr wichtig sein, um bei der Verarbeitung der Eindrücke und Emotionen der letzten beiden Monate mitzuhelfen", sagte Minister Vandeput.

"Wir dürfen doch sehr stolz auf diesen erfolgreichen Einsatz sein", führte der Minister weiter aus. "Wir haben in einem Moment, in dem Hilfe nötig war, konkret etwas machen können. Es ist ein emotionaler Moment, auch weil das Ganze von den Medien so genau verfolgt wurde."

Zu weiteren Zukunftsplänen sagte der Minister: "Wir sind bereit, falls weitere Bitten zur Mitarbeit eingehen. Das war ein humanitärer Einsatz. Es ist gut möglich, dass der nächste Einsatz ein ganz anderer ist."

Derzeit bereitet sich die Fregatte Leopold I. darauf vor, in See Richtung Mittelmeer zu stechen.