Digitalisierung als Wirtschaftsmotor und Demokratiestütze

Eine der Prioritäten, die sich Belgien im Bereich der Zusammenarbeits- und Entwicklungspolitik gestellt hat, ist die Digitalisierung. Das betonte der Minister für Zusammenarbeit, Alexander De Croo, am Vorabend der UN-Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung, die in Addis Abeba stattfinden wird. Dort führt De Croo die belgische Delegation an.

Der belgische Minister sieht in der Digitalisierung nicht nur eine Möglichkeit der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung, weil sie bestimmte Dienstleistungen bereitstelle und die Möglichkeit, online zu bezahlen. Ihm zufolge bedeute Digitalisierung auch Demokratie.

"Die mobile Kommunikation trägt zur freien Meinungsäußerung bei, aber sie ist viel mehr als das: Die Leute haben Zugang zu Information und finden einen Platz in der Gesellschaft", sagte De Croo in einer Debatte zu diesem Thema.

Der Minister hat übrigens darum gebeten, dass dieser Aspekt in alle belgischen Kooperations- und Entwicklungsprojekte integriert werde.

De Croo hat zahlreiche europäische Kollegen für seine Sache gewinnen können. In einem Brief an die EU-Außenbeauftragte, Federica Mogherini, hat er die Union und ihre Mitgliedstaaten gebeten, dass der Digitalisierung in der Entwicklungspolitik mehr Aufmerksamkeit gewidmet werde. 14 Länder, darunter Deutschland, Frankreich, die Niederlande, Österreich, Schweden  und Finnland, folgten seinem Beispiel. Sie haben mit ihm einen gemeinsamen Brief aufgesetzt.