Gaudi-Aktion gegen Diebe

In Belgien werden immer mehr sich irregulär in diesem Land aufhaltende Kriminelle festgenommen. Insgesamt handelt es sich um mehr als 500 Personen. Ein Teil von ihnen wird danach des Landes verwiesen. Das geht aus den Ergebnissen der zweiten Gaudi-Aktion hervor. Gaudi-Aktionen sind spezielle Polizei-Aktionen gegen Diebe, die ohne Aufenthaltserlaubnis in Belgien verbleiben. Der Staatssekretär Theo Francken ist mit den Ergebnissen zufrieden.

Dieses Mal stellte der Staatssekretär die Ergebnisse der Gaudi-Aktion in Kortrijk vor.

Kortrijk war eine von elf Städten, in denen kurz vor dem Sommerschlussverkauf einen Monat lang besonders intensiv nach Dieben ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung gesucht wurde. Für den Staatssekretär für Asyl und Migration, Theo Francken von den flämischen Nationalisten N-VA, hatte das Priorität: "Wir haben ein Problem mit Ladendieben, Pickpockets und Menschen, die ein Dutzend Mal pro Woche gegen das Gesetz verstoßen. Darunter sind viele Menschen, die keine Aufenthaltsgenehmigung haben, also illegal im Land sind. Und diese Menschen will ich aus dem Land haben."

Bei der Gaudi-Aktion in diesem Jahr wurden doppelt so viele Menschen ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung festgenommen als im gleichen Zeitraum des letzten Jahres, als keine besondere Aktion durchgeführt wurde.

520 Personen wurden erwischt. Davon sind 93 in ein geschlossenes Flüchtlingszentrum gebracht worden. 1 von 3 ist bereits ausgewiesen worden.

Die Mehrzahl der Taten wurde in Brüssel und Lüttich begangen. Trotzdem wollte dieses Mal auch eine kleine Stadt wie Kortrijk an der Aktion teilnehmen. Der liberale Bürgermeister von Kortrijk, Vincent Van Quickenborne (Open VLD) erklärte gegenüber der VRT warum: "Aus Polizeiangaben geht hervor, dass 62 Prozent der illegal im Land Verbleibenden, auf die wir treffen, der Polizei aufgrund krimineller Taten bereits bekannt ist. Gegen diese Leute muss vorgegangen werden."

Die Regierung ist stolz auf die Statistik und mehr als die Hälfte der Menschen, die festgenommen wurde, muss das Land verlassen.