Bevölkerungsregister von Brügge (19. Jhdt.) online

Die Stadt Brügge gab am Dienstag bekannt, dass sie das Bevölkerungsregister aus dem 19. Jahrhundert im Internet veröffentlichen wird. Damit ist Brügge die erste Kommune in Belgien, die einen solchen Schritt unternimmt. Wer also in Brügge seinen Stammbaum erforschen will, kann bald rasch online fündig werden.

Brügge ist die erste Stadt in Belgien, die ihr Bevölkerungsregister aus dem 19. Jahrhundert online veröffentlicht. Zunächst werden die Register der Jahre 1846 bis 1866 ins Netz gestellt. Das ist schon ein Umfang von insgesamt 137 Registern, bzw. von Namen aus 22.519 Mikrofilmen.

Auf diesem Wege können Brügger Bürger in Zukunft herausfinden, an welchen Adressen ihre Vorfahren wohnten, wann sie nach Brügge kamen oder wann sie die Stadt in welche Richtung verlassen haben.

Alle Namen, die in diesen Registern vorkommen, sind in einen eigenen digitalen Datenbestand eingefügt worden. Diese Titanen-Arbeit haben viele Freiwillige der Vereinigung „VZW Lebendes Archiv“ der Stadt geleistet. Sie sorgten dafür, dass die Online-Archive einfach zu konsultieren sind. Die Suchstichworte können dabei nicht nur Namen sein, sondern auch Straßennahmen und - wenn bekannt - Hausnummern. Die technische Umsetzung zur Erstellung dieses Archivs lag bei dem Brügger Unternehmen Vanden Broele Group.

Die Stadt Brügge beschäftigt sich bereits seit geraumer Zeit mit dem Ausbau einer digitalen Archivplattform. So ist seit 2013 möglich, die fast 400.000 Geburts-, Hochzeits- und Sterbeakten Zivilstandes der Stadt aus den Jahren 1796 bis 1915 digital zurate zu ziehen.

Brügges Bürgermeister Renaat Landuyt (SP.A) ist von der Möglichkeit, die seine Stadt hier bietet, begeistert: „Das Stadtarchiv von Brügge spielt damit seine Vorreiterrolle im Bereich digitale Erschließung von Archiven für ein breites Publikum weiter aus.“

Brügge war zum Beispiel die erste Stadt in Belgien, die ihr Foto- und Bildarchiv online veröffentlichte (www.beeldbankbrugge.be) und die ein digitales historisch-geografisches Informationssystem ins Netz stellte (www.kaartenhuisbrugge.be).