Chronische Staus - Strukturelles Problem

Belgien leidet seit Jahren unter einem chronischen Stauproblem. Die meisten Staus in unserem Land sind so genannte „strukturelle Staus“, d.h. Staus, die jeden Tag am gleichen Ort vorkommen. Der belgische Automobilverband Touring ruft alle Beteiligten dazu auf, daran etwas zu ändern.

Im ersten Halbjahr 2015 erreichten die „strukturellen Staus“ im belgischen Straßen- und Autobahnnetz neue Rekorde. Am 24. Januar 2015 wurde in den Morgenstunden eine Gesamtstaulänge von 716 km registriert. Insgesamt wurden bisher rund 600 Staustunden festgestellt.

Der belgische Autofahrerverband Touring beobachtet diese Entwicklung mit großer Sorge, denn das Problem sei chronisch, so Dany Smagghe (kl. Foto) von Touring gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion: „Wir haben hier ein chronisches Problem. Man muss dem Gebrauch des Autos Alternativen entgegensetzen. Man muss auch Engpässe abbauen, z.B. durch P+R- oder Umsteigeparkplätze, an denen man sein Auto stehen lassen kann.“

Nach Ansicht von Touring müssen die Behörden im Land das Problem dringend angehen. Die ständigen Verkehrsprobleme kosten Belgien letztendlich auch auf wirtschaftlicher Ebene viel Geld. Touring spricht hier von Millionenverlusten jedes Jahr.

Unfälle und Wetter

Hinzu kommen noch lange Staus durch die Wetterumstände oder durch Unfälle. Noch in der Nacht zum Dienstag sorgte ein schwerer Unfall mit Todesfolge - ein LKW war von der Fahrbahn abgekommen und hatte in Richtung Gent einen Brückenpfeiler gerammt - auf der E 40 zwischen Brüssel und Gent für eine Totalsperrung und lange nächtliche Staus. Erst gegen 9 Uhr am Morgen konnte ein Fahrstreifen für den Verkehr freigegeben werden.