EU-Geld für frühere Ford-Beschäftigte in Genk

Die Europäische Kommission macht 6,2 Mio. € aus dem EU-Globalisierungsfonds für die ehemaligen Ford-Mitarbeiter frei, die seit der Schließung des Werks in Genk (Prov. Limburg) Ende 2014 noch keinen neuen Jobgefunden haben. Damit werden Programme finanziert, über die neue Arbeitsstellen vermittelt werden, teilte die belgische EU-Kommissarin für Arbeit und Soziales, Marianne Thyssen, mit.

Bei den Betroffenen handelt es sich um rund 4.500 Mitarbeiter des Genker Ford-Werks und um Arbeitnehmer der zahlreichen Zulieferfirmen, die nach dem Ford-Aus in Limburg ebenfalls ihren Job verloren haben.

Die europäischen Finanzmittel sollen für Jobprogramme oder für Umschulungen und Weiterbildungen verwendet werden. Die Gesamtkosten für dieses Projekt belaufen sich auf 10,4 Mio. € wovon die EU-Kommission 6,2 Mio. € übernimmt.

Das Geld stammt aus dem europäischen Globalisierungsfonds, der dazu genutzt wird, Arbeitnehmer zu unterstützen, die Opfer von Arbeitsmarktentwicklungen in Folge des Welthandels wurden. Nach Ansicht der EU-Kommission ist dies im Bereich der Automobilindustrie der Fall.

Der europäische Marktanteil in diesem Sektor ist z.B. von 32,2 % im Jahr 2007 auf 23,2 % fünf Jahre später gesunken. Laut EU-Kommissarin Thyssen müssen die europäischen Mitgliedstaaten dem Projekt im Europaparlament noch zustimmen.