Belgiens Ruf ist unter den 10 besten weltweit

Auf der an diesem Donnerstag veröffentlichten Image-Liste des dänisch-amerikanischen Beraterunternehmens Reputation Institute nimmt Belgien den zehnten Platz ein. Kanada, Norwegen und Schweden stehen auf dem Siegertreppchen dieser jährlich durchgeführten Studie zur Wahrnehmung der Staaten. Die Schweiz, die die Liste 2014 anführte, rutscht drei Plätze nach unten und nimmt jetzt nur noch Platz vier ein. Australien, Finnland, Neuseeland, Dänemark und die Niederlande füllen die ersten zehn Plätze mit an.

Die Belgier wurden auch zum Ruf einiger großer Institutionen und Organisationen des Landes befragt. Unter den 11 angegebenen Organisationen geht die Fußballnationalmannschaft, also die Roten Teufel, als der große Favorit hervor.

Rund 48.000 Bürger aus den G7 -Ländern und Russland sind online über ihre Wahrnehmung von weltweit 55 Staaten befragt worden. Die Einstufung fand danach auf Grundlage der Angaben zu Umwelt-, Politik- und Wirtschaftskriterien statt.

Mit einer Punktzahl von 72,3 ist Belgien zwei Plätze auf der Liste nach oben geklettert. Belgien geht damit direkt fünf europäischen Ländern - Irland, Österreich, das Vereinigte Königreich, Italien und Deutschland - sowie Japan voraus. "Belgien bekommt auch erstmals mehr als 70 Punkte, das heißt 72,3. Ab 70 Punkten finden wir, dass das Image solide ist - ein Ergebnis also, auf das man stolz sein darf", bestätigt Walter Gelens, vom Berater- und Kommunikationsbüro Akkanto, Partner von Reputation Institute in Belgien.

So wird Belgien im Ausland als ein ethisches und sicheres Land, das gut funktioniert und wirtschaftlich und sozial fortschrittlich ist, positiv wahrgenommen. Belgien ist ein "verantwortungsvoller Akteur in der internationalen Gemeinschaft", so Akkanto.

Die Meinung von knapp 14.000 Belgiern wurde auch zu mehreren Institutionen des Landes gefragt. Die Befragung erfolgte im ersten Trimester 2015. Das beste Egebnis erzielten die Roten Teufel (73,2), die Armee (70,5) und die Krankenkassen (65,7). "Die ersten Drei zeigen eindeutig, dass der Sport und die Freizeit, die Sicherheit und die Gesundheit wichtige Themen im Belgien von heute sind", betont Gelens noch.

Nach den ersten Drei folgen übrigens die Polizei (64,4), die königliche Familie (55,2), die Arbeitgeberorganisationen (54,5) und die Gewerkschaften (50,4). Das Finanzamt steht ganz unten auf der Liste (34,0). Und die belgische Regierung schneidet auch nur schwach ab 40,7.

Das Ergebnis der Umfrage zeigt auch große Unterschiede zwischen dem Norden und dem Süden des Landes. "Die belgische Regierung schneidet besser bei den flämischen Beurteilungen ab (41,4) als bei den wallonischen (36,3)." Ein weiterer Unterschied zwischen Nord und Süd betrifft die königliche Familie: "Diese schneidet unter den wallonischen Antworten (63,5) besser ab als unter den flämischen (49,4)."