Antwerpen: Umweltzone hält viele Autos fern

Nach einer Umfrage des flämischen Automobilverbandes VAB würden drei von 10 Autos Antwerpen meiden, wenn die Scheldemetropole, wie geplant, eine Umweltzone einführen würde. Antwerpen wird eine solche in Flandern „Niedrig-Emissions-Zone“ (LEZ) genannte Umweltzone im Laufe des kommenden Jahres einrichten.

Der VAB hatte bei rund 1.200 Flamen nachgefragt, wie sie sich nach der Einführung der Umweltzone in Antwerpen verhalten würden. Dabei kam heraus, dass drei von 10 flämischen Autofahrern die Scheldestadt meiden würde. Allerdings gaben sechs von 10 Befragten an, in diesem Falle die Alternative öffentlicher Nachverkehr nutzen zu wollen.

Nächstes Jahr soll diese „Niedrig-Emissions-Zone“ in Antwerpen Wirklichkeit werden. Das bedeutet aber auch, dass rund 15.000 ältere Fahrzeuge - vor allem solche mit Dieselmotor, die im Innenstadtbereich Antwerpens angemeldet sind, aus der Stadt verbannt werden. Durch die Umweltzone soll sich der Schadstoffausstoß in der Scheldemetropole um bis zu 30 % verringern.

Doch diese Zahl zieht der flämische Automobilverband VAB in Zweifel. Für den Verband darf es im belgischen Bundesland Flandern nicht zu weiteren Umweltzonen kommen, so lange deren Effizienz nicht bewiesen sei. Und der von Antwerpen empfohlene Einbau von so genannten „Retrofit-Rußpartikelfiltern“ in Altfahrzeugen sei keine „effektive Lösung“, so der VAB.