Fest des Fastenbrechens für Nicht-Muslime

Auf Anregung mehrerer Verbände hin, darunter "Familie nach Maß", "Freunde ohne Grenzen" und das "Kollektiv gegen Islamfeindlichkeit in Belgien" haben sich an diesem Samstagnachmittag rund 100 Personen auf dem Muntplein/Place de la Monnaie in Brüssel versammelt, um das Ende des Ramadans zu feiern und diesen traditionellen Moment mit Nicht-Muslimen zu teilen.

Tausende orientalischer Kuchen sowie Luftballons und Bonbons wurden an die Passanten verteilt. Das sind Produkte, die am Ende des Ramadans traditionell geteilt werden. Die Organisationen hatten auch einen Empfangssalon eingerichtet.

"Die Islamfeindlichkeit nimmt in drei Dimensionen zu: In der Phobie, in der Fremdenfeindlichkeit und in der Schaffung des muslimischen Problems", so Mustapha Chairi, der Präsident des "Kollektivs gegen Islamfeindlichkeit in Belgien". "Diese erste gemeinsame Feier zum Ende des Ramadans will gegen die unbegründete Angst vor dem anderen, den man nicht kennt, angehen."

"Man lernt die Bürger kennen, indem man sie zum Essen einlädt und mit ihnen diskutiert. Es geht wirklich darum, den anderen kennenzulernen. Ziel ist, sich zu öffnen und zu teilen. Wir haben keine einzige negative Antwort bekommen", erklärt Mustapha Chairi noch.