Alt werden in Flandern: Es fehlen die Strukturen

Häuser, Dörfer und Städte in Flandern sind nicht auf die Bedürfnisse einer alternden Gesellschaft abgestimmt. Das schreibt die Zeitung De Standaard. Sie basiert ihre Aussage auf eine Studie der Katholischen Universität Löwen.

In 20 Jahren wird es doppelt so viele über 80-Jährige geben als heute. Unsere Häuser sind für eine alternde Gesellschaft nicht geeignet. Auch die Raumentwicklung in Flandern ist nicht darauf vorbereitet. 

Der Soziologe und Raumplaner, Professor Pascal De Decker, betonte dazu im VRT-Radio: "Die Umwelt ist meistens nicht auf  Menschen eingestellt, die mit einem Rolator unterwegs oder schlecht zu Fuß sind und zum Bäcker oder Metzger müssen."

"Wenn sie nicht hinausgehen können, sind sie an ihr Haus gefesselt und werden immer einsamer. Ein noch größeres Problem ist vielleicht der Platz, an dem die Menschen wohnen: In einem Reihenhaus, einer Parzellierung, in der selbst Grundvorkehrungen fehlen. Es gibt viele Plätze, an denen man keinen Bäcker, Metzger, Apotheker oder Arzt in Fußgängerreichweite hat. Und dabei reden wir noch nicht einmal über Pflegeeinrichtungen", so De Decker.

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