Gründer von I Love Techno fordert Legalisierung von Softdrogen

Peter Decuypere, der Gründer von I Love Techno, plädiert für eine Legalisierung von Softdrogen. Er hat dies über einen öffentlichen Brief in der Zeitung De Morgen getan. Anlass war der große Drogenfang an diesem Wochenende auf dem Festival von Dour. Laut Decuypere würde eine repressive Drogenpolitik das Risikoverhalten nur noch weiter fördern.

In den vergangenen Tagen sind in Dour mehr als 1.300 XTC-Pillen, 690 LSD-Trips und knapp 3 Kilogramm Kannabis bei verstärkten Kontrollen beschlagnahmt worden.

Für das Tanzfestival Tomorrowland am nächsten Wochenende hat die Polizei erneut gründliche Kontrollen geplant.

Peter Decuypere äußert jedoch Bedenken. Ihm zufolge führe Repression dazu, dass Menschen ihren Drogenkonsum noch besser verheimlichten, so dass Alterskontrollen und Qualitätskontrollen erschwert würden.

Außerdem holten die Menschen dadurch auch nicht so schnell Hilfe, wenn etwas schief laufe, so Decuypere.

"Gemütlich auf der Wiese von Dour einen Joint drehen und rauchen, gehört dazu. Und auf dem Tanzsteg sah man einige XTC-Dosen glänzen. Drogen sind bei Dour (in Wallonien, Red.!) viel sichtbarer als auf flämischen Festivals. Nach meiner Auffassung liegt das daran, dass wir in Flandern strenger gegen den sichtbaren Konsum vorgehen und nicht daran, dass es weniger Drogenkonsumenten gibt."

"Ich weiß, dass es in Zeiten, in denen das Regierungsabkommen sogar eine Duldungspolitik ablehnt, ein rotes Tuch ist, aber dennoch rufe ich zur Legalisierung und zur strengen Regulierung des Drogengebrauchs auf. Das tue ich aus Respekt vor den Bürgern, die am besten wissen, wie sie kontrolliert genießen können", so Decuypere abschließend.