Polizei nimmt nun doch an Parade zum 21. Juli teil

Die Polizei wird nun doch anläßlich des morgigen Nationalfeiertags an der tradtitionellen Parade teilnehmen. Letzte Woche hatten die Polizeigewerkschaften noch gesagt, dass sie lieber keinen Polizisten auf dem Défilé sähen, weil die Polizei dort ein leichtes Ziel für Terroranschläge sei. (Foto aus dem Archiv)

Das Fest zum 21. Juli ist in voller Vorbereitung. Es soll besonders festlich werden, das wünschen sich alle Beteiligten. Doch seit den Attentaten auf Charlie Hebdo in Frankreich und den vereitelten Anschlägen von Verviers hat sich das Klima gewandelt. Die Polizei hat selbst Angst, zur Zielscheibe zu werden. Sie hatte deshalb darum gebeten, nicht an der Parade teilnehmen zu müssen, obwohl die Terrorwarnstufe nicht erneut erhöht wurde.

Die Einrichtung zur Koordination für die Gefahrenanalyse hat die Terrorwarnstufe für den 21. Juli nicht erhöht. Die Warnstufe bleibt auf dem Niveau 2. Die Stufe 3 gilt hingegen weiterhin für einige Institutionen sowie für Polizeistationen und Kommissariate.

Inzwischen hat die Polizei bestätigt, dass sie beim traditionellen Défilé mitläuft.

Dem Innenminister Jan Jambon zufolge reichten die Sicherheitsmaßnahmen auf der Parade aus, um die Bevölkerung und die Polizei zu schützen. Am morgigen Dienstag werden also einige hundert Polizisten doch an der Parade und am Polizeidorf im Warandepark teilnehmen.

An den verschiedenen Festveranstaltungen zum 21. Juli nehmen durchschnittlich etwa 300.000 Personen teil.