Sozialwohnungen: Angebot reicht nicht

Die Nachfrage nach Sozialwohnungen in Flandern ist viel größer als das Angebot. Die 502 Hektar Baugrund, auf dem weitere 12 500 Wohnungen gebaut werden sollen, reicht nicht aus. Das teilt der Verband der flämischen Sozialwohnungsbaugesellschaften mit.

Eine Fläche so groß wie tausend Fußballfelder und trotzdem reichen die geplanten 12 500 Wohnungen nicht aus, um die Nachfrage im flämischen Sozialwohnungsbau zu stillen.

Gegenwärtig zählt die Warteliste der Behörden 80 000 Familien, die eine Sozialwohnung angefragt haben. Der reale Bedarf soll die offiziellen Zahlen noch übertreffen.

Finanziell sind die Sozialwohnungsbaugesellschaften in Flandern am Ende. "Die Mieteinnahmen sind leider unter den Erwartungen geblieben", klagt Björn Mallants, Direktor des Verbandes der flämischen Sozialwohnungsbaugesellschaften. Einerseits aufgrund der niedrigen Inflation - die zweiprozentige Indexierung, von der man ausgegangen war, scheint in weite Ferne gerückt - und andererseits der zunehmenden Verarmung des durchschnittlichen Bewohners einer Sozialwohnung.

 

Lage in Zahlen

Gegenwärtig zählt Flandern 150 000 Sozialwohnungen und zwischen 10 000 und 15 000 soziale Eigentumswohnungen. In den nächsten zehn Jahren müssen weitere 60 000 Wohnungen gebaut werden, davon 1/3 zum Verkauf, um die 2009 von der flämischen Regierung festgesteckte Zielen zu realisieren.