Rückfluss von Schwarzgeld bald regelmäßig möglich

Personen, die noch immer Schwarzgeld im Ausland gebunkert haben, dürfen erneut Reue zeigen und ihr Geld nach Belgien zurückfließen lassen. Auffallend ist, dass es sich ab 2017 und in den Jahren danach um keine einmalige, sondern um eine permanente und strukturelle Legalisierung handelt.

Die belgische Regierung rechnet infolge dieser Maßnahme mit einer jährlichen Einnahme von mindestens 250 Millionen Euro. Der Vorsitzende der flämischen Christdemokraten CD&V, Wouter Beke, bestätigte dies im VRT-Radio.

"Was gesagt wird, ist, dass diese Einnahmen in unser Land fließen können. Hierfür muss natürlich ein Bußgeld bezahlt werden. Diese Mittel werden aber dazu genutzt, die Kaufkraft des einfachen Bürgers zu erhöhen."

Hiermit werden die 100 Euro finanziert, die die niedrigen und mittleren Einkommensklassen monatlich ab 2016 mehr in der Tasche haben sollen und die Premier Charles Michel am gestrigen Donnerstag vor dem Hintergrund der Einigung auf die Taxshift, also die Steuerverschiebung, versprochen hat.

Bleibt die Frage, wie hoch die Bußgelder für "Schwarzsparer" ausfallen werden. Der Tarif für das Busßgeld scheint noch nicht festzustehen.