Kinder durch Chemieabfall aus Drogenlabor verletzt

Am Dienstag haben sich zwei Kinder in Zutendaal in der Provinz Limburg schwere Verbrennungen zugezogen, als sie mit ihren Fahrrädern durch eine Lache mit toxischem Abfall fuhren. Drei weitere Personen wurden dabei leicht verletzt. Offenbar stammt das chemische Produkt aus einem illegalen Drogenlabor.

Unbekannte hatten in einem Waldstück am Rande von Zutendaal offensichtlich ein sehr toxisches und beißendes chemisches Produkt beseitigt, oder besser gesagt, einfach dort abgekippt. Als eine Gruppe von Kindern aus einem nahegelegenen Pfadfinderlager mitsamt ihren Leitern dort entlang radelte, fuhren die meisten von ihnen durch diese Lache hindurch, wohl in der Annahme, dass dies eine Regenpfütze war.

Doch durch die heftigen Spritzer zogen sich zwei der Kinder schwere Verbrennungen zu, die zweiten und dritten Grades sind, wie im Krankenhaus festgestellt wurde. Beide Kinder wurden in das Brandwunden-Zentrum Antwerpen gebracht. Zwei weitere Kinder und ein Gruppenleiter wurden dabei leicht verletzt.

Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei dem Produkt wohl um Abfälle aus einem Drogenlabor. Das Nationale Institut für Kriminalistik und Kriminologie wird Proben der Chemikalie analysieren, um festzustellen, was das Produkt ist und wozu es genau genutzt wird. Der belgische Zivilschutz hat den Fundort gereinigt.

Die Polizei suchte seit Dienstag die Gegend um den Fundort ab und fand eine zweite Stelle, an der ähnliche chemische Produkte entsorgt wurden. Hierbei verdichtete sich die Annahme, dass es sich dabei um Zutaten zur Herstellung von Drogen handelt, denn dort wurden auch Gegenstände entdeckt, die auf ein Drogenlabor hinweisen.