Raubvögel und Frettchen gegen Kaninchenplage

Die Stadt Ypern in Westflandern hat derzeit mit einer regelrechten Kaninchenplage zu kämpfen und will jetzt dagegen vorgehen. Die Kaninchen vermehren sich dort offenbar „wie die Kaninchen“ und sorgen vor allem auf Sportplätzen und in Parks für Schäden und andere Probleme.

Vor einiger Zeit haben Einwohner von Ypern offenbar ihre zahmen Kaninchen am grünen Stadtrand laufengelassen, um sie auf diesem Wege ganz einfach loszuwerden. Doch diese Tierchen haben sich inzwischen mit ihren wilden Artgenossen eingelassen und sich gekreuzt. Dadurch ist die Zahl der wilden Kaninchen in der Stadt, bzw. am Stadtrand rasch angestiegen, was einiges an Problemen nach sich zieht.

Das städtische Umweltamt spricht von vielen hunderten Kaninchen, die sich alleine auf einem rund 60 Hektar großen Gelände um die Sportplätze von Ypern konzentrieren. Inzwischen werden die Matten der Hochspringen angeknagt und die Sandkästen der Weitspringen sowie die Fußballfelder sind voll von Exkrementen der Tiere.

Jetzt will die Stadt eingreifen und versuchen, die Kaninchen zumindest teilweise zu verjagen. Dazu sollen Raubvögel eingesetzt werden, z.B. zahme Vögel von anerkannten Falknern. Und auch Frettchen sollen eingesetzt werden, um auf Kaninchenjagt zu gehen. Vor einigen Jahren wurde bereits erfolgreich derart vorgegangen und die Stadt und auch die Sportvereine von Ypern hoffen, dass das jetzt auch wieder funktioniert. Eines wollen die Betroffenen aber nicht, nämlich dass die Kaninchen geschossen oder vergiftet werden.