Belgien geht langsam Finanzerfahrung verloren

Das belgische Finanzamt zählt viele und vor allem ältere Finanzbeamte. Das geht aus einem Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor. Die Organisation untersucht jedes Jahr die Steuerbehörden ihrer Mitgliedstaaten.

Bis auf Portugal gehören die belgischen Finanzbeamte zu den ältesten, sagt der Finanzexperte Michel Maus.

"48% der Finanzbeamte ist zwischen 50 und 59 Jahre alt. Wir schneiden am zweitschlechtesten nach Portugal ab. Das heißt es ist keine fünf Minuten vor zwölf, sondern eigentlich schon fünf Minuten nach zwölf, denn in 10 Jahren sind all diese Beamte in Rente. Das bedeutet, dass jede Menge Finanz-Erfahrung aus dem Finanzministerium verloren gehen wird, ohne dass man sich echt um eine Nachfolge bemüht."

Es kostet auch relativ viel Geld, um die Steuern hierzulande einzutreiben. Was das betrifft, ist Belgien der zweitschlechteste Schüler.