UZ Brussel: Schwanger werden nach Krebsbehandlung

Die Brüsseler Universitätsklink hat eine andere Technik gefunden, um Frauen, die eine Krebsbehandlung hinter sich haben, doch noch zu helfen, ein Kind zu bekommen.

Unreife Eizellen aus einem operativ entfernten Eierstock sind im Labor gereift und eingefroren worden. Später sind sie befruchtet und bei einer Frau, die durch Krankheit unfruchtbar wurde, wieder eingesetzt worden. Die Frau ist vor kurzem Mutter eines Mädchens geworden. Die neue Technik mache vor allem Frauen, die eine Krebsbehandlung hinter sich haben, Hoffnung, betonte Doktor Michel De Vos im VRT-Radio am Donnerstag.

"Es handelt sich häufig auch um Patientinnen mit Leukämie oder anderen Bluttumoren. Bei ihnen kann man zwar einen Eierstock entfernen, um ihn einzufrieren, aber man kann ihn nicht wieder so ohne weiteres nach einem überstandenen Krebstumor transplantieren, weil damit natürlich das Risiko verbunden ist, dass erneut Krebszellen in den Körper der Patientin gelangen. Dadurch, dass die Technik abgeändert wird, kann man den Patintinnen ohne der Gefahr eines Rückfalls doch noch zu einem Kind verhelfen."

Schätzungen zufolge kann mehreren hundert Frauen pro Jahr in Belgien mit dieser Fruchtbarkeitsbehandlung geholfen werden.