Busfahrer findet Baby am Straßenrand

Ein Busfahrer der flämischen Nahverkehrsgesellschaft De Lijn hat in Sint-Truiden in der Provinz Limburg ein neugeborenes Baby entdeckt. Das Baby konnte rasch in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die bisher noch unbekannte Mutter des Kindes wegen Mordversuch.

Der Busfahrer hatte sein Fahrzeug am Stadtrand von Sint-Truiden am Straßenrand abgestellt, um seine Pause machen zu können. Doch plötzlich hörte er ein weinendes Kind und sah, dass sich etwas im Gras bewegen. Der Busfahrer rief die Notrufzentrale an und Notärzte brachten das Kind in ein Krankenhaus, wo es untersucht wurde. Das Baby, ein Mädchen, war wohl gerade erst zur Welt gekommen. Vermutlich geschah die Geburt in der Nähe des Fundortes, denn die Nabelschnur war noch nicht abgetrennt.

Der Fundort, eine Stelle am Stadtrand von Sint-Truiden, an der selten Menschen vorbeikommen, ist offensichtlich gezielt für die Geburt ausgesucht worden. Die Mutter hatte wohl vorgesehen, dass das Neugeborene dort sterben würde. Die Staatsanwaltschaft ermittelt in diesem Fall wegen versuchtem Kindesmord.

Das Baby, von den kommunalen Behörden in Sint-Truiden „Marie“ genannt, war etwas unterkühlt, schwebt aber nicht in Lebensgefahr. Ganz im Gegenteil. Es ist gesund und wird so lange im Krankenhaus von Sint-Truiden bleiben, wie nötig. Das Sozialamt der limburgischen Kreisstadt wird sich um das Kind kümmern. Trotz der Ermittlungen der Polizei hofft man in Sint-Truiden, dass sich die Mutter des Kindes doch noch meldet.